Dr. rer. nat. Werner Budesheim

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Geplante Tagestouren

Für das Jahr 2017 habe ich zwei Tagestouren vorbereitet, eine Rundreise und einen Rundgang, beide im Kreis Herzogtum Lauenburg. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an über die Freie Lauenburgische Akademie.

Stand: 8. Mai 2017

Lfd. Nr.

Thema

Tag/e, Uhrzeiten

1.

„Versteckte Wallanlagen und Burgen in Flur und Wald“

Seit der Einwanderung slawischer Gruppen ab dem Endes des 7. Jahrhunderts in das Land nördlich der Elbe (Polabien) wird der neu besiedelte Raum mit einem Netz von Wallanlagen überzogen, die nicht alle gleichzeitig entstehen, sondern verschiedenen Siedlungsphasen zuzuordnen sind.

Mit dem Beginn der sog. Deutschen Ostkolonisation ab der Mitte des 12. Jahrhunderts erscheint ein völlig anderer Typ von Burgen, nämlich Ritterburgen, die heute in der Wissenschaft als „Motten“ bezeichnet werden (nach dem franz. „chateau à motte“), sog. Turmhügelburgen.

Dazu kommen noch Burgen, deren siedlungsmäßige und funktionale Bedeutung ungeklärt ist.

Wir werden u. a. besuchen und besprechen: die sog. Ertheneburg bei Schnakenbek, eine eingeebnete Wallanlage bei Franzhagen, eine Motte im Koberger Forst, den Sirksfelder Ringwall, die Burg von Linau, die Reste des Duvenseer Walls, und wenn noch Zeit bleibt die mittelalterlichen Burganlagen von Borstorf.

Zeit für eine Mittagspause unterwegs wird gegeben. Teilnehmerbeitrag:
45 Euro für Mitglieder, 55 Euro für Gäste (alle Eintritte und Führungen sind enthalten).


Sonnabend, 20. Mai 2017

Fällt aus, wird im kommenden Jahr wieder angeboten

2.

„Büchen -
ein besonderer Ort im Lauenburgischen“
- ein Spaziergang durch die Geographie, Geschichte und Gegenwart von Büchen -

Büchen gehört zur der „2. Generation“ der neu gegründeten Kirchspiele (zw. 1194 und 1230). Im Ratzeburger Zehntregister von 1230 ist es mit 18 Hufen benannt, wobei es sich aber um die kleine Hufe von 6,65 ha handelt. Zum Kirchspiel gehörten ursprünglich nur zwei weitere Dörfer (Bröthen und Fitzen). Pötrau kam später dazu.

Von dem von Lüneburg nach Lübeck führenden Handelsweg (via regia) gab es bei Pötrau über die Delvenau-Niederung eine Abzweigung nach Osten. Diesen Weg benutzte Heinrich der Löwe im Jahre 1147 auf seinem „Wendenkreuzzug“ (Übernachtung in Pötrau - heute Ortsteil von Büchen).

Die Büchener St.-Marien-Kirche ist wegen ihrer reichen Ausmalung bei Kunsthistorikern weit bekannt. Wir werden uns einen Eindruck verschaffen.

Der lebendigste Ort in Büchen ist heutzutage der Bahnhof. Hier kreuzen sich die Bahnlinien Lüneburg - Lübeck und Hamburg - Berlin.

An der ehemaligen Wassermühle an der Steinau (Nebenfluss der Delvenau) sprechen wir über die dort in den letzten Jahren eingebauten „Fischtreppen“.

Am Abschluss des Vormittags besuchen wir zwei Künstlerateliers.

Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung wird erbeten.

Sonnabend, 17. Juni 2017, 9 bis ca. 12 Uhr, Platz vor der Kirche in Büchen-Dorf.

3.

Sichtweisen Wentorfs anderer Art

In den frühesten geographischen Karten ist Wentorf als Angerdorf dargestellt, d.h. mit einer beidseitigen Bebauung eines durchlaufenden Weges, der sich bauchartig im Dorf ausweitet. Dieser „Wegebauch“ wird mit einem aus dem Süddeutschen stammenden Begriff als „Anger“ (norddeutsch: Brink) bezeichnet.

Die alten Karten weisen aber auch einen Platz aus, der z.B. als „Ohle Wentorf“ (Duplat 1756) bezeichnet wird, was wohl bedeutet, dass ein älteres Wentorf an einen neuen Platz umverlagert wurde. Vielleicht entstand jetzt erst die Angerdorfform, und die alte Dorfform war eine ganz andere.

Die Form eines Dorfes hat auch oft mit Wirtschaftsstrukturen zu tun, so dass solche Siedlungsumbrüche auch Umbrüche in der Wirtschaftsweise bedeuten.

„Ohle Wentorf“, der Dorfanger (Augen auf: er ist noch da!) und die alte Ritterburg sollen aufgesucht werden.

Sonntag, 25. Juni 2017, 11 Uhr im Angerhof, ca. 45 Min. Einführung, danach ca. 1 Std. Rundgang

Linau, Burgreste unter Wald auf Wallanlagen, von Wassergräben geschützt.

Foto: Manfred Maronde, März 2015

Büchen, Kirche St. Marien, Südostseite. Die Kirche, erbaut aus Felssteinen, erweitert aus Backsteinen und  erst hundert Jahre altem Glockenturm, steht östlich der Delvenau, Richtung Gudow.

Foto: Manfred Maronde, April 2010