Dr. rer. nat. Werner Budesheim

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Freie Lauenburgische Akademie

Der folgende Text erschien aus Anlass des Jubiläums der von mir gegründeteten und bis heute geleiteten Freien Lauenburgischen Akademie in der Zeitung „Wochenendanzeiger“ vom 16. Juli 2016.

Wentorf (srt) - Die Freie Lauenburgische Akademie hat ihr 25-jähriges Bestehen nun mit einem Festakt in der Aula der Wentorfer Gemeinschaftsschule gefeiert. Inzwischen erfreut die Akademie zur Erwachsenenbildung seit einem Vierteljahrhundert Geschichts- und Kulturinteressierte. Sie ist als Verein organisiert, der sich seit Jahren über wachsende Mitgliederzahlen freut. „Aktuell haben wir 300 Mitglieder“, sagt Dr. Werner Budesheim, Gründer und Vorstand der Akademie.

Die heutige Freie Lauenburgische Akademie ist hervorgegangen aus der Lauenburgischen Akademie in Mölln, die ebenfalls von Budesheim gegründet wurde. „1984 kam die Anfrage vom damaligen Ministerpräsident Uwe Barschel, ob ich Interesse hätte, eine Akademie zur Erwachsenenbildung aufzubauen“, erinnert sich Budesheim. Barschel war durch eine Buchveröffentlichung zur Besiedelung des Herzogtums Lauenburg auf Werner Budesheim aufmerksam geworden. 1984 war Budesheim als Oberstudiendirektor am Gymnasium i.E. in Quickborn angestellt. „Ich habe sofort zugesagt, weil ich im Aufbau der Akademie eine reizvolle Aufgabe gesehen habe“, erinnert er sich. Vom Schuldienst wurde er auf unbestimmte Zeit und bei vollem Gehalt frei gestellt.

Für den Aufbau der Akademie hatte Budesheim, der Germanistik und Geografie studiert hat, freie Hand. Er hat sich ein Team aus Fachbereichsleitern zusammengestellt und die Arbeit aufgenommen. Das Spektrum reicht von klassischer Archäologie und Kunstgeschichte über politische Wissenschaft und Ökologie bis hin zu Literatur und Kultur.

Dann kam das Jahr 1986, in dem Uwe Barschel unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam. „Zunächst konnten wir weiter arbeiten“, erinnert sich Budesheim. 1989 kam es allerdings zum Zerwürfnis mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Trägerin der Akademie Lauenburg. Die Stiftung suchte einen neuen Sitz und wollte ins Gebäude der Akademie ziehen und die Akademie auflösen.

Budesheim zog daraus seine Konsequenz und ging zurück - in den Schuldienst. 1990 übernahm er als Direktor die Ernestinenschule in Lübeck.

Parallel hat er mit seine Fachbereichsleitern gesprochen und alle waren sich einig: Wir machen weiter mit der Akademie-Arbeit - und zwar alleine. „Jetzt hatte ich ein engagiertes Team und keine Bleibe mehr“, erinnert er sich. Gute Kontakte nach Wentorf, wo er als Lehrer von 1971 - 1984 am Gymnasium unterrichtete, brachten die Lösung. „Der damalige Bürgermeister Holger Gruhnke stellte uns ein Büro im Rathaus zur Verfügung und es konnte weitergehen“, so Budesheim. Gruhnke gehört heute zum Beirat der FLA, die seit 2011 ihren Sitz im Angerhof hat.

Dr. Budesheim in der Tür des Vereinsraumes in Wentorf, Angerhof. Foto: Rutke

Das Interesse der Wentorfer an den Angeboten der FLA war sofort da. „Mit der Gründung 1991 hatten wir aus dem Stand 80 Mitglieder“, freut sich Budesheim. Über Presseveröffentlichungen, die in dem „Konkurrenzunternehmen“ eine chancenlose Provokation sahen, konnte er nur schmunzeln, „Ich wusste schließlich, dass wir der Inhalt waren.“

Die FLA finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Einnahmen aus Vorträgen und Veranstaltungen. „Wir sind völlig unabhängig und erhalten keine öffentlichen Fördermittel“, sagt der Gründer stolz. „Das ist ein Modell, das funktioniert und in dieser Dimension einmalig in Schleswig-Holstein“, ist er stolz. Der Umfang der jährlichen Programme ist beträchtlich gewachsen. Werner Budesheim hat sie alle aufbewahrt. Das erste Programm aus dem Jahr 1991 war ein beidseitig bedruckter DIN-A 4-Zettel, mit der Schreibmaschine geschrieben. Das aktuelle Programmheft umfasst 46 Seiten und hat ein farbiges Titelblatt. Es enthält jede Menge Vorträge, Tagesexkursionen und Reisen. Eines der Highlights ist in jedem Herbst die Fahrt nach Venedig, die immer im Handumdrehen ausgebucht ist.

Dr. Werner Budesheim ist stolz, dass viele namhafte Referenten aus ganz Deutschland nach Wentorf kommen. Die Beiträge, die von der FLA als Schriftenreihe herausgegeben werden, finden sich in vielen Universitätsbibliotheken. Die FLA im kleinen Wentorf ist in ganz Deutschland in Fachkreisen bekannt.

Die Internet-Präsenz der Freien Lauenburgischen Akademie ist zu finden unter
www.fla-wentorf.de, siehe Links.